Im Jahr 2008 ist die DIN V 51603-6 veröffentlicht worden, die die Anforderungen an Heizöl mit Bio-Komponenten festlegt. Eine waschsende Zahl von Mineralölhändlern bietet solche Heizöle heute bereits an.
In der Praxis haben sich dabei Mischungen von schwefelarmem Heizöl mit Anteilen von Fettsäuremethylester (FAME, umgangssprachlich als Biodiesel bezeichnet) bewährt. Mittlerweile werden viele neue Ölheizkessel, Brenner und Tankanlagen angeboten, die laut Herstellerangaben mit Bioheizölen mit zehn oder gar 20 Prozent FAME betrieben werden können. Die im Auftrag der IWO durchgeführten Untersuchung haben zu der Einschätzung von Fachleuten geführt, dass für alle bestehenden Ölheizanlagen und für Neuanlagen, die vom Hersteller nicht speziell für den Betrieb mit höheren Bioanteilen deklariert sind, zuzeit ein Bioheizöl mit einem Anteil von maximal fünf Prozent FAME ohne Einschränkungen in der Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit einsetzbar ist. Ausgenommen davon sind allerdings Tankanlagen mit einem IKS-System. Die Feststellung der Eignung für alle anderen Ölheizanlagen basiert auf den bisherigen gemeinsamen Untersuchungen und Testreihen der Geräte- und Komponentenindustrie sowie der Mineralölwirtschaft.
Die Experten kommen aufgrund der Ergebnisse zu dem Schluss, dass die üblichen in Ölheizungsanlagen eingesetzten Werkstoff mit Ausnahme des Dichtungswerkstoffs NBR ( häufig in Dichtungen, als Membran im Anti-Heber-Ventiel, als Ansaugschlauch im Tank oder als Brennschlauch) auch bei einer Mischung mit zehn Prozent FAME eingesetzt werden können. Das gilt auch für die Tankwerkstoffe selber.
IWO wird in Kürze einen Leitfaden zur Verfügung stellen, der Hinweise entält, worauf beim Betrieb von bestehenden Ölheizungsanlagen mit Bioheizöl zu achten ist.