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Die Ölpreise legen derzeit leicht zu - alle Augen schauen jetzt nach Wien

Am 4. Dezember 2015 findet in Wien die nächste Konferenz der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) statt. Im Vorfeld dieses strategischen Treffens der wichtigsten Ölförderer hat sich der Ölpreis bereits leicht erhöht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete in dieser Woche 45,30 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als in der Vorwoche. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 61 Cent auf 42,32 Dollar.

Wird der Ölpreis jetzt wieder ansteigen, oder sich doch weiter verringern?

Die Antwort auf diese wichtige Frage, die für die Weltmärkte und natürlich für die Geldbörsen der Verbraucher in Deutschland starke Auswirkungen hat, dürfte von den Impulsen und Beschlüssen der OPEC in der österreichischen Hauptstadt enorm beeinflusst werden.

Fakt ist: Die Ölpreise werden seit einem Jahr künstlich niedrig gehalten, um dem massiven Überangebot von täglich rund 1,4 Millionen Barrel zu begegnen. Dieses Überangebot resultiert auf der Angebotsseite aus dem sprudelndem Fracking-Öl, welches vor allem amerikanische Firmen aus Schiefersteinvorkommen und der Tiefsee fördern. Und auf Nachfrageseite wir durch die nachlassenden Konjunktur in China einfach weniger Öl benötigt.

Der niedrige Ölpreis bringt vor allem die ärmeren OPEC-Staaten, wie Venezuela, Angola, Nigeria oder Ecuador, in arge Finanznöte. Deren Haushalte sind mangels funktionierender Industrien auf die Einnahmen durch den Öl-Export angewiesen. Die OPEC-Schwergewichte, wie der Nummer 1 unter den Öl-Exporteuren Saudi-Arabien und die anderen Golfstaaten, haben an einem Ölpreisanstieg derzeit kein Interesse. Sie wollen ihre Marktanteile gegen die nordamerikanischen Schieferölproduzenten behaupten.

Allerdings kündigte der saudische Erdölminister am 23. November auf einem internationalen Seminar in Bahrain an, dass sein Land "beharrliche Anstrengungen" unternehmen werde, mit allen erdölfördernden und -exportierenden Ländern innerhalb und außerhalb der OPEC zusammenzuarbeiten, "um Markt- und Preisstabilität aufrechtzuerhalten“. Diese Aussage wurde von Politikern, Öl-Experten und Medien überwiegend als Bereitschaft der saudischen Regierung zur Abkehr von ihrer Niedrigpreispolitik interpretiert.

Der Weltwährungsfonds - eine der wichtigsten globalen Finanzinstitutionen - prognostiziert, dass Saudi Arabien bei den gegenwärtigen Ölpreisen schon in fünf Jahren seine Finanzreserven aufgebraucht hätte.

 

 

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