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Klimaschutzprogramm und Ölheizung – FAQs

Wir hatten bereits im November ein paar Informationen für Ölheizungsbesitzer hier auf unserem Internetauftritt veröffentlicht, dies wollen wir heute nun durch die Beantwortung ein paar wichtiger Fragen (FAQs) noch weiter ergänzen.

Was bedeutet das Klimaschutzprogramm für Ölheizungen?

Das Bundeskabinett hat im Rahmen des Klimaschutzprogramms das Gebäudeenergiegesetz mit konkreten Vorschriften für den zukünftigen Betrieb und die Modernisierung von Heizungen verabschiedet. Einige der Maßnahmen müssen noch in ein Gesetzgebungsverfahren, wofür auch noch eine Zustimmung des Bundestages notwendig ist. Es ist denkbar, dass im Laufe der Gesetzgebungsverfahren noch Änderungen an einzelnen Inhalten vorgenommen werden.

Das Heizen mit Öl ist sowohl heute als auch in Zukunft sicher und bleibt wichtiger Teil der Energieversorgung. Ab 2026 sollen Ölheizungen jedoch nur noch im Rahmen von Hybridlösungen (Kombination aus Öl-Brennwert mit erneuerbaren Energien) eingebaut werden dürfen

Dürfen Ölheizungen weiterhin betrieben werden?

Ja, bestehende Ölheizungen mit Niedertemperatur- und Brennwerttechnik können weiter betrieben werden – auch über das Jahr 2026 hinaus.

Was muss ich jetzt machen?

Es besteht kein Handlungsdruck. Haben Sie aktuell eine Heizungsmodernisierung mit Öl-Brennwerttechnik geplant, können Sie diese weiterhin umsetzen.

Darf ich künftig noch eine Ölheizung einbauen?

Ja, das dürfen Sie. Bis Ende 2025 können Sie Ihren alten Ölkessel ganz einfach gegen ein neues Öl-Brennwertgerät austauschen. Eine solche Modernisierung lohnt sich weiterhin, da ein effizientes Öl-Brennwertgerät den Heizölbedarf deutlich reduzieren kann. Ab 2026 sollen Ölheizungen eingebaut werden dürfen, wenn Sie erneuerbare Energien mit einbinden. Das können zum Beispiel Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen sein. Der Einbau einer Ölheizung allein soll auch erlaubt sein, wenn kein Gas- oder Fernwärmenetzt vorhanden ist und keine erneuerbaren Energien anteilig eingebunden werden können. Hat jemand bereits eine Ölheizung mit einer solarthermischen Anlage kombiniert, so soll er jederzeit ein Kesseltausch durchführen können, da das Gebäude bereits anteilig mit erneuerbaren Energien versorgt wird.

Hinweis für Baden-Württemberg: Der Einbau einer Öl-Brennwertheizung ist in jedem Fall auch bis Ende 2025 als auch nach jetzigem Stand darüber hinaus möglich. Da in Baden-Württemberg bereits heute die Vorgabe des Erneuerbarer Wärme-Gesetzes (EWärmeG) zu beachten sind, müssen zur Erfüllung schon jetzt bei Modernisierung mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien eingesetzt werden. Ab 2026 dürfte eine Hybrid-Lösung auch für Ölheizungen in Baden-Württemberg weiter möglich sein. Die Einzelheiten hierzu stehen aber noch nicht fest.

Bekomme ich noch Fördermittel für eine neue Öl-Brennwertheizung?

Für den Einbau neuer Öl-Hybridanalagen gibt es weiterhin staatliche Fördergelder. Finanziell unterstützt wird der Einbau der erneuerbaren Komponenten, wie zum Beispiel eine Solarkollektoranlage, mit 30% der Investitionskosten. Dabei sind entsprechende Förderbedingungen zu beachten. Nichtstaatliche Förderungsaktionen, zum Beispiel von Heizgeräteherstellern, sind davon nicht betroffen.

Ich will jetzt meine Ölheizung modernisieren: Was ist mit der Einbindung erneuerbarer Energien?

Die Einbindung erneuerbarer Energien hilft grundsätzlich, die CO2 – Emissionen Ihres Hauses weiter zu verringern und ist daher eine sinnvolle Maßnahme. Dies ist auch vor dem Hintergrund der 2021 geplanten CO2-Bepreisung auf fossilen Energieträger sinnvoll. Sie können diese Einbindung aber auch unabhängig von der Heizungsmodernisierung, in einem zweiten Schritt, vornehmen. Dazu berät Sie der SHK-Fachbetrieb Ihres Vertrauens oder Ihr zuständiger Bezirksschornsteinfeger.

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